Hashimoto Thyreoiditis

Die Hashimoto Thyreoiditis ist eine Autoimmunkrankheit, bei der das Immunsystem fehlgeleitet wird und körpereigenes Gewebe angreift. Oft dauert es Jahre, bis sie überhaupt diagnostiziert wird. Zunächst setzt sich die Schilddrüse gegen den Autoimmunprozess zur Wehr, wodurch man am Anfang der Krankheit manchmal in eine Überfunktion gerät, abnimmt, nervös ist und Herzrasen bekommt. Jedoch bekämpfen körpereigene Antikörper das Schilddrüsengewebe, wodurch ihr Volumen mit der Zeit immer stärker abnimmt und man in die Unterfunktion gerät. Man nimmt zu, wird träge, friert ständig, bekommt mitunter Haarausfall, Depressionen oder sogar Angstzustände.

Die traditionelle Schulmedizin sieht dem Verfall der Schilddrüse so lange zu, bis die Schilddrüse angegriffen ist, danach behandelt sie i.d.R. symptomatisch mit dem synthetischen Schilddrüsenhormon L-Thyroxin. Dieses beinhaltet das inaktive Hormon Tetrajodthyronin (T4), was vom Körper in das aktive Hormon Trijodthyronin (T3) umgewandelt werden muss.

Der Patient wird mit einem L-Thyroxin-Präparat und der Aussage nach Hause geschickt, damit wären alle Probleme behoben. Zunächst geht es ihm mit diesem Medikament i.d.R. auch deutlich besser, vor allem dann, wenn er vorher wegen nicht erkannter Hypothyreose jahrelang in der Unterfunktion war. Aber viele fühlen sich doch nie mehr so wie vor der Erkrankung und die Symptome der Unterfunktion nehmen im Laufe der Zeit wieder zu. Bei einigen kommen leichte, mittlere oder auch unerträgliche Nebenwirkungen von L-Thyroxin hinzu. Oft beginnt nun eine unerfreuliche Suche nach den Ursachen. Denn der Großteil der Ärzte beharrt auf dem Standpunkt, dass weiter bestehende Probleme der Unterfunktion unter Substitution mit L-Thyroxin nicht von der Schilddrüse kämen. Maßgeblich sind dabei pathologische Laborwerte. Symptome wie Gewichtszunahme, Mattigkeit, Frieren, Haarausfall und Depression werden ohne Hormongabe eindeutig der Unterfunktion zugeschrieben. Nimmt ein Patient jedoch L-Thyroxin und sehen die Laborwerte auf den ersten Blick „normal“ aus, werden die Symptome trotz diagnostizierter Hashimoto-Erkrankung anderen Ursachen zugeschrieben. Die Beschwerden werden allenfalls symptomatisch behandelt, die Ursache wird nicht selten psychosomatisch gesucht. Dabei werden jedoch weder die Ursachen, noch die Nebenbaustellen berücksichtigt, die für vielfältige Begleitsymptome wie Blutarmut, Haarausfall, Bluthochdruck, Konzentrationsschwäche, Muskelkrämpfe und -steifigkeit, Struma, Fehlgeburten uvm. verantwortlich sein können.

Der Darm ist Sitz des Immunsystems und Hashimoto ist auch eine Autoimmunerkrankung. Also starten wir nebst einer antiviralen Therapie auch dort, wo alles begann: bei den Ursachen der Autoimmunkrankheit. Durch Medikamente wie z.B. Antibiotika, durch Stress, falsche Ernährung etc. können nebst den Viren auch zusätzliche Erregern wie Darmparasiten, Pilze, und Bakterien den Darm befallen. So kann die Besiedelung der Darmschleimhaut (Mikrobiom) mit Bakterien in ein Ungleichgewicht geraten. Experten behaupten, dass 95% der Menschen von Epstein Barr Viren (EBV) befallen sind. Viele Menschen können damit wunderbar, relativ lange leben, aber ist das System einmal durch Stress, Sorgen und vielem mehr geschwächt, dann können die Viren zuschlagen.

Die Schulmedizin tut sich schwer Unverträglichkeiten richtig zu diagnostizieren. Viele Tests sind falsch negativ, andere können sie gar nicht erst richtig darstellen. Die Ursache von Unverträglichkeiten ist, neben den Viren auch der Mangel an qualitativer Magensäure. Dadurch wird der Darm zu basisch, besonders der Dickdarm. Da dieser zu basisch wird, haben wir eine Mikrobiomverschiebung (Gesamtheit aller Darmbakterien) und die Proteine werden nicht mehr richtig verdaut. Nun „verfaulen“ die Proteine. Diese Fäulniserkrankung nennt man ein proteolytischer Darm. Die hohe Konzentration von Ammoniak triggert die Histaminkaskade und so entstehen immer mehr Unverträglichkeiten. Dies kann sogar dazu führen, dass man auf fast jedes Essen mit Proteinen allergisch reagiert.

In den meisten Fällen ist der proteolytische Darm zwar noch dicht, jedoch kann das Ammoniak, auch die Darmwand passieren. Dieses Ammoniak muss sofort von der Leber aufgenommen und so verpackt werden, dass die Niere es als Harnstoff oder Harnsäure ausscheiden kann. Das ist für die Leber und das gesamte Immunsystem ein enormer Stress.

Wenn beim proteolytischen Darm zusätzlich noch viele Parasiten, Viren und andere Erreger am Geschehen beteiligt sind, dann können diese Entzündungen auch die Darmschleimhaut durchlässig machen – ein Leaky Gut entsteht. Bei einer extrem geschädigten Darmschleimhaut können Nährstoffe, Toxine, Stoffwechselprodukte und Bakterien direkt in den Organismus wandern und dort Beschwerden verschiedenster Art hervorrufen. Entzündungen im Darm (Blähungen und Durchfall) und mitunter auch im Gehirn (Brain Fog), können darüber hinaus das Immunsystem überrumpeln. Ammoniak oder auch Fremdkörper im Blut können den Autoimmunprozess anheizen und können für hohe Schilddrüsenantikörper verantwortlich sein.

Die Basis für einen gesunden Stoffwechsel ist immer zuerst ein gesunder Magen. Unsere FormSlim Ernährung ist hier genau das richtige. Der Mensch sammelte als Urmensch Gemüse, Obst, Kräuter, Pilze, Nüsse, Esskastanien und Honig. Außerdem jagte er gelegentlich Fleisch oder Fisch und sammelte Meeresfrüchte sowie Eier. Getreide baute er nicht an und milchgebende Haustiere kannte er auch nicht. Alle Zucker, Getreide- und Kuhmilchprodukte, industriell verarbeiteten Nahrungsmittel, Konservierungsmittel, Farbstoffe, Süßstoffe, Geschmacksverstärker, künstliche Zusätze, Softdrinks und Alkohol sind demnach vom Ernährungsplan zu streichen. Wichtig ist, dass die Lebensmittel möglichst naturbelassen sind, keine Pestizide und keine Antibiotika enthalten. Gemüse sollten hier am stärksten vertreten sein, gefolgt von Fisch und Fleisch und Obst, damit der Körper nicht übersäuert und der Zuckerstoffwechsel nicht zu stark angeregt wird.

Hashimoto Thyreoiditis ist also nicht nur eine Autoimmunerkrankung, sondern aus unserer Sicht nebst einer primären Virenbefall, immer auch ein Stoffwechselproblem im Magen-Darmtrakt.